Klimawandel fängt zuhause an: Im neuen „World Future Lab“ steht die Welt im Mittelpunkt

Klimahaus Bremerhaven: Klimawandel fängt zuhause an: Im neuen „World Future Lab“ steht die Welt im Mittelpunkt.

Im einzigartigen Ausstellungsbereich zeigt das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost auf spielerische Art und Weise, welche weltweiten Auswirkungen das eigene Handeln auf das Klima und die Umwelt hat. Das „World Future Lab“ beinhaltet ein interaktives Spiel, in dem die Spieler das Schicksal der Erde selbst in die Hand nehmen.

Bremerhaven, April 2017. am 6. April, eröffnete Bremerhavens Wahrzeichen, das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, die wohl weltweit detaillierteste interaktive Simulation klimarelevanten Verhaltens. Das „World Future Lab “ ist ein Ausstellungsbereich, in dem die Zukunftsfähigkeit der Menschheit für künftige Herausforderungen im Bereich Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft erprobt wird. Die Besucher erleben hier auf eine eindrucksvolle Art und Weise, wie ihre eigenen Entscheidungen globale Auswirkungen haben. Diese werden als Echtzeitprojektion unmittelbar und sehr eindrucksvoll auf einer 3,20 Meter Durchmesser großen Weltkugel simuliert. Für die Besucher ist das „World Future Lab“ ab dem 7. April geöffnet.

Durch den spielerischen Charakter wird das Konzept des bereits mehrfach ausgezeichneten Klimahauses als außerschulischen Lernort ergänzt, Oberbürgermeister Melf Grantz betont: „Außerschulische Lernorte gewinnen immer mehr an Bedeutung, wenn es um nachhaltige Bildung geht. Bremerhaven hat mit dem Klimahaus einen ganz besonders spannenden Lernort geschaffen. Das World Future Lab unterstreicht das Konzept und fördert die Handlungsfähigkeit der Menschen in Sachen Klima- und Umweltschutz.“

Konzipiert wurde das „World Future Lab“ in Zusammenarbeit mit der Gruppe für Gestaltung (GfG) aus Bremen. Dr. Fabiola  Gerpott, Dozentin für Arbeits- und Organisationspsychologie der VU Amsterdam, hat die Spielentwicklung – in Kooperation mit der Jacobs University Bremen – wissenschaftlich begleitet. „Jeder Mensch beeinflusst im großen Maße die Umwelt und das sowohl vor der eigenen Haustür wie auch weltweit. Dürren, Überschwemmungen und Brände sind Naturkatastrophen, die zum Teil durch den Klimawandel und somit durch den Menschen und seinen Umgang mit dem Klima verursacht werden.

Die meisten Menschen haben das bereits verstanden, fühlen sich aber selbst ohnmächtig, durch ihr eigenes aktives Handeln etwas zu ändern. Da oftmals Länder vom Klimawandel betroffen sind, die weit weg von der eigenen Heimat sind, werden Zusammenhänge unterschätzt bzw. gar nicht wahrgenommen. Dabei ist jeder einzelne Mensch in der Lage, durch einfache Verhaltensänderungen Einfluss zu nehmen. Das wollen wir hier zeigen“, erklärt Arne Dunker, Geschäftsführer des Klimahauses

Die Aufgabe: Die Welt verbessern!
Kreativität, Strategie und Teamwork gefragt. An acht Spielstationen können einzelne Spieler oder Gruppen die Welt verändern und lernen dabei ihre persönlichen Stärken kennen. Andere begeistern, selbst handeln, geschickt kombinieren, sich engagieren, Verantwortung zeigen, erforschen, sich vernetzen und die Natur wie auch die Mitmenschen respektieren. So muss man sich etwa mit anderen Spielern vernetzen, um den Handel mit nachhaltigen Kaffee zu optimieren oder Spielzüge geschickt kombinieren, damit eine Südseeinsel vor dem Anstieg des Meeresspiegels gerettet wird.

Zum eigenen Spielauftrag kommen auftretende Gruppenaufgaben hinzu, die alle Spieler motivieren, nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Am Ende des Spiels steht natürlich der Lerneffekt: Das persönliche Zukunftszertifikat zeigt nicht nur, wie die Teilnehmer im Spiel abgeschnitten haben, sondern auch, mit welchen ihrer Fähigkeiten sie die Welt verändern können.

Zur offiziellen Eröffnung des World Future Lab nimmt Klaus Wiegandt, Gründer und Leiter der Stiftung „Forum für Verantwortung“ am Abend an einer Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Georg Müller-Christ von der Universität Bremen teil. „Nachhaltigkeit ist in erster Linie ein kulturelles Problem und erst in zweiter Linie ein ingenieur-wissenschaftliches.“ Damit unterstreicht Herr Wiegandt die Notwendigkeit die Gesellschaft für dieses Thema zu sensibilisieren und eine Veränderung der gesellschaftlichen Einstellung anzustoßen.

Mit seinem breiten Bildungsangebot für alle Altersklassen ist das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost 2016 vom UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung als Lernort der höchsten Kategorie ausgezeichnet worden. Schon 2012 wurde die Wissens- und Erlebniswelt als offizielle Maßnahme der Weltdekade der Vereinten Nationen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geehrt. Ziel des Bildungsangebotes im Klimahaus ist es, nachhaltiges Denken und Handeln bei den Erwachsenen von morgen zu fördern. Zu den Themen gehören neben Klima und Wetter beispielsweise auch die Tier- und Pflanzenwelt entlang des achten Längengrades.

www.klimahaus-bremerhaven.de

 

Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost
Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost wird von nahezu 100 Prozent der Besucher weiterempfohlen und zählt zu den meistbesuchten Wissens- und Erlebniswelten Deutschlands. Die Reise um die Erde – immer entlang des achten Längengrades – führt über fünf Kontinente an neun unterschiedliche Orte und ist in dieser Form weltweit einzigartig. Hier spüren die Besucher nicht nur die Temperaturen und Klimaverhältnisse von Wüsten, tropischen Regenwäldern und der Antarktis, sondern treffen auch auf große Aquarien mit See- und Süßwasserfischen oder Reptilien wie Schlangen und seltene Echsen.
Mit seiner geschwungenen Glasfassade gilt das Gebäude als neues Wahrzeichen Bremerhavens und ist zugleich eines der architektonisch spannendsten Bauwerke Europas. Ausgezeichnet vom UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung als Lernort der höchsten Kategorie, macht das Klimahaus die Themen Klima und Klimawandel für jede Altersklasse begreifbar. Bob Geldof nennt das Klimahaus Bremerhaven „Einen Liebesbrief an den Planeten“.

Klimahaus® Betriebsgesellschaft mbH, Am Längengrad 8, 27568 Bremerhaven, Tel. 0471/ 902030-28

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