Freilichtmuseum Glentleiten organisiert Aktionstage rund um die historische Mühlen- und Antriebstechnik

Großweil, 7. Juli 2010 – Am 10. und 11. Juli veranstaltet das Freilichtmuseum Glentleiten zwei Aktionstage zur historischen Mühlen- und Antriebstechnik – von der einfachen Pferdestärke über die mobile Dampfmaschine bis hin zum Elektromotor und regenerativen Energien. Das Museum „setzt sich in Bewegung“! In zahlreichen Vorführungen können sich Familien, Kinder und Technikinteressierte einen Überblick über historische Antriebstechniken verschaffen, die die Arbeit auf dem Land prägten: angefangen beim pferdebetriebenen Göpel, der ab 1850 Dresch- und Holzspaltmaschinen, Futterschneider und Kreissägen antrieb, bis hin zur Lokomobile, die die Arbeit mit Dampfkraft erleichterte. „Alle Räder drehen sich“ so lautet auch das Motto, wenn die historischen Mühlen und Werkstätten im Mühlen- und Techniktal von 10.30 bis 16.30 Uhr in Betrieb genommen werden. Von der Getreidemühle über die Säge und die Hammerschmiede bis hin zur Wetzsteinmacherei sind alle Mühlenräder in Aktion zu sehen.

„Die Museumsbesucher erleben, wie eine Lokomobile unter Dampf gesetzt wird. Diese mobilen Dampfmaschinen trieben um 1900 fahrbare Sägegatter und Dreschmaschinen auf dem Land an. Am Aktionstag wird natürlich auch demonstriert, wie früher mit der Muskelkraft eines Pferdes über einen Göpel landwirtschaftliche Maschinen in Bewegung versetzt wurden“, erklärt Jan Borgmann, Leiter der volkskundlichen Sammlung im Museum. „Gusseiserne Göpel wurden in der Landwirtschaft von 1850 bis ca. 1930 eingesetzt und von Pferden oder Ochsen bewegt, bevor sie später durch Elektro- oder Dieselmotor abgelöst wurden.“

An diesem Tag nimmt das Museum auch die Tuffsteinsäge aus Huglfing und die Maschinen der Schuhgelenkfabrik Sollfrank in Betrieb. Eine Ausstellung zu Antriebsmotoren ist im Jackel Stadel zu sehen.

Als größtes Freilichtmuseum in Oberbayern lädt die Glentleiten zum Spaziergang hoch über dem Kochelsee mit weitem Blick auf die Berge der bayerischen Voralpen ein. Das Museum präsentiert rund 60 historische Häuser, Mühlen, Werkstätten und Almen, die beispielhaft regionale Geschichte, Tradition und Wandel der Gesellschaft vermitteln.

Auf einem Rundgang durch die voralpenländische Kulturlandschaft gewinnen BesucherInnen einen lebendigen Einblick in das ländliche Leben Oberbayerns – von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Träger des Freilichtmuseums Glentleiten ist der Bezirk Oberbayern, in dessen Auftrag das Bauen, Wohnen und Wirtschaften im ländlichen Oberbayern erforscht, dokumentiert und präsentiert wird.

Öffnungszeiten:
Von Josefi bis Martini – 19. März bis 11. November

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