Der Ursprung der Burg

Aus der spätromanischen Zeit – der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts – stammen die  ältesten nachweislichen Baustrukturen der Burganlage. Dabei handelt es sich um die unteren Stockwerke des Burgturmes sowie den im Erdgeschoss des Turmes angelegten ‚Brunnenraum’. Darüber hinaus ist es wahrscheinlich, dass neben einem Burggraben und einem aufgeschütteten Ringwall auch eine Mauer zur Befestigung beitrug. Mauerreste, die davon zeugen könnten, wurden bei Grabungen im Februar 1986 in der ersten Quertonne des Nord-kellers (heute Salzbergwerkausstellung) entdeckt. Abschließende klärende Untersuchungen, um diese Mauer der romanischen Zeit zuzuweisen, stehen noch aus.
Die Burganlage im Spätmittelalter
An die Wende zum 15. Jahrhundert datiert ein größerer Umbau der Anlage. Den Burgturm stockte man um ein Geschoss auf und ersetzte dabei das ehemalige Satteldach durch einen Zinnenkranz. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurden weitere Gebäude errichtet, die sich über große Teile der Fläche des heutigen Burggeländes erstreckten (Nord-, West- und Ostseite). Darauf lässt auch die Ausdehnung der neu angelegten Wehrmauer schließen. Die Mauer umschreibt eine annähernd quadratische Fläche und war mit vier runden Wehrtürmen ausgestattet. Im Grundriss der heutigen Anlage sind der Verlauf der Mauer und die Lage der Türme gut erkennbar (s. u.).
Wer Gartenambiente in der Geräumigkeit einer parkartigen Anlage schätzt, findet im Kräutergarten des Börde-Museums eine bemerkenswerte Kombination von Pflanzenwelt und Gartenarchitektur. Als botanischer Schaugarten für Wild- und Kulturpflanzen im mitteleuropäischen Raum hat er sich in nunmehr über 30 Jahren mit rund 400 Pflanzenarten zu einem regelrechten Besuchermagneten entwickelt. Veranstaltungen wie «Kräuter im Topf – Kochen um den Kräutergarten« vertiefen einzelne Schwerpunkte und vermitteln sowohl Wissenswertes als auch kulinarische Anregungen und Geschmackserlebnisse. Der inhaltliche Brückenschlag von Historischem, Gegenwärtigem und Zukunftsweisendem gelingt in diesem Ausstellungsbereich des Museums in besonderer Weise für alle Sinne durch spezielle Führungen und Aktionsangebote.
Der instandgesetzte Gartenpavillon, Ende des 18. Jahrhunderts auf den Fundamenten des südwestlichen Eck-turmes der spätmittelalterlichen Wehrmauer errichtet, ist seit 2001 Informationspunkt zum Kräutergarten.
Hier erfährt man Wesentliches zur Verwendung der Pflanzen und über die Zuordnung in Speise- und Gewürzpflanzen, Rohstofflieferanten für pflanzliche Färbemittel, Öle und Fasern sowie Arznei- und Giftpflanzen.
Im ehemaligen Westgraben der Burganlage verleiht die acht-eckige Laube von 1912 (aus Oschersleben) dem Garten seit beendeter umfänglicher Rekonstruktion 2002 ein einmaliges stimmungsvolles Flair durch Architektur und Standort.
Da die Landwirtschaft schon von jeher die Börde auf Grund ihres fruchtbaren Bodens prägte, fanden schon früh landtechnische Geräte einen Platz in diesem Museum.
Die beeindruckendsten, in der Ausstellung vertretenen Exponate sind mit Sicherheit die zwei Heucke Dampfloko-mobilen. Sie bilden mit Balancierpflug, Umwendegrubber, Pflügerwagen und jenen Ausstattungsgeräten, die für die Versorgung der Maschinen benötigt wurde, – Ackerwagen und Wasserfass – eine Einheit, die nur selten zu finden ist und stellen den einzigen authentisch erhaltenen Dampfpflugsatz dieser Region dar.
Im Garten des Börde-Museums findet man nicht nur Kräuter und landtechnische Geräte. Bereits auf der West-seite des Gartens steht zwischen dem Mittelaltergarten und dem so genannten »Lusthaus« des Amtmanns Ursinus,
Ende des 18. Jahrhunderts erbaut, eine Sandstein-skulptur, »Sitzende« heißt dieses Werk von Harri Schneider (1929–1992) und entstand 1981/1982 während der Ummendorfer Künstler-Symposien. Auf der Ostseite der Burg ausgestellte Skulpturen wurden geschaffen im Zuge dieser Veranstaltungsreihe. Zwischen 1975 und 1985 war das Börde-Museum, damals noch »Agrarmuseum«, Präsentationsort. Unter den im Museum durch Ankauf verbliebenen Werken sind solche, die von Eberhard (1921–1980) und Wolfgang ( * 1945) Rossdeutscher, Dieter Borchardt (* 1931), Klaus Thiede (*1939) und Jochen Sendler (1934–2005) stammen.

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