Die Geschichte der Technik Museen Sinsheim und Speyer begann im Spätjahr 1980. Bei einem Treffen begeisterter Technik-Liebhaber wurde die Idee geboren, die oft in jahrelanger Kleinarbeit restaurierten Schmuckstücke einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Kurz entschlossen wurde ein Museumsverein gegründet und nur wenige Monate später öffneten sich am 6. Mai 1981 erstmals die Tore zum Auto & Technik Museum SINSHEIM. Das Museum erwies sich von Beginn an als großer Erfolg und die stetig wachsenden Besucherzahlen erlaubten es in den folgenden Jahren, die Ausstellungsfläche von zunächst 5 000 qm auf über 30 000 qm zu erweitern. Neben vielen Oldtimern aus allen Epochen der Automobilgeschichte präsentiert das Auto & Technik Museum SINSHEIM heute u.a. die größte Privatsammlung historischer Maybach-, Kompressor-Mercedes- und Bugatti-Automobile in Deutschland, mehrere hundert Motorräder, Flugzeuge, Rekordfahrzeuge, Renn- und Sportwagen, Lokomotiven, Militär- und Nutzfahrzeuge, Großmotoren und vieles mehr.

1996 eröffnete im Museum Sinsheim das erste IMAX 3D Filmtheater Deutschlands. In diesem Kino der Superlative mit einem 22 000 Watt Tonsystem und einer gigantischen, 22 x 27 Meter großen Leinwand können die Besucher 3D-Filme in einer Qualität erleben, die bis heute von keinem anderen Filmtheater erreicht wird. Durch die riesige Leinwand, das gewaltige Tonsystem und die exklusiven Filme ist das IMAX 3D mit keinem anderen 3D-Kino vergleichbar. Außer dem IMAX 3D in Sinsheim gibt es in Deutschland nur noch zwei weitere Filmtheater dieser Art.

IM Jahre 2000 gelang es dem Museumsverein ein russisches Überschall-Passagierflugzeug vom Typ Tupolev 144 zu erwerben. In einem spektakulären Transport wurde das Flugzeug auf dem Land- und Wasserweg von Moskau nach Sinsheim gebracht und im Frühjahr 2001 in Startposition auf dem Museumsdach aufgestellt. Dabei wurde genug Platz für das einzige weitere jemals gebaute Überschall-Passagierflugzeug, die britisch / französische Concorde, gelassen, die sich zu dieser Zeit noch im Liniendienst befand. Nur 3 Jahre später konnte diese Lücke gefüllt werden, als dem Museum von der Air France nach der Außerdienststellung der Concorde-Flotte ein Exemplar dieser Legende der Luftfahrtgeschichte überlassen wurde. Das Auto & Technik Museum SINSHEIM ist das einzige Museum weltweit, in dem die beiden einzigen jemals im Liniendienst eingesetzten Überschall-Passagierflugzeuge Seite an Seite besichtigt werden können.

Als zu Beginn der 1990er Jahre die Erweiterungsmöglichkeiten in Sinsheim fast erschöpft waren ergab sich die einmalige Gelegenheit, im Zentrum von Speyer auf dem Gelände der ehemaligen Pfalz-Flugzeugwerke ein zweites Museum, das Technik Museum SPEYER, zu errichten. Als Ausstellungshalle diente zunächst die „Liller Halle“, eine denkmalgeschützte Industriehalle aus dem Jahr 1913, in der heute insbesondere Oldtimer, Motorräder, Flugzeuge und historischer Feuerwehrfahrzeuge gezeigt werden.

Durch das riesige Freigelände bot das neue Museum die Möglichkeit, den Besuchern außergewöhnliche Großexponate zu präsentieren. Den Anfang machte 1993 die U9, ein Unterseeboot der Bundesmarine mit einer Länge von 46 Metern und einem Gewicht von 466 Tonnen. 1999 folgte DIE Antonov 22, das bis heute größte in Serie gebaute Propellerflugzeug der Welt mit einer Spannweite von 64 Metern und einer Länge von 58 Metern. Geschichte schrieb das Museum im Jahr 2002, als auf dem Museumsgelände eine Boeing 747 „Jumbo Jet“ der Lufthansa auf einem riesigen Stahlgerüst aufgebaut wurde. Der „Jumbo Jet“ im Technik Museum SPEYER ist bis heute das einzige Flugzeug dieser Art das zerlegt, an einen Ort außerhalb eines Flugplatzes transportiert und wieder zusammengebaut wurde.

Weitere Meilensteine beim Ausbau des Technik Museum SPEYER waren die Eröffnung des IMAX DOME Filmtheaters im Jahr 1997 und des Museum Wilhelmsbau im Jahr 2000. Das IMAX DOME Speyer ist das einzige Filmtheater dieser Bauart in Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Filmtheatern wird der Film hier nicht auf eine flache Leinwand sondern auf eine gigantische Kuppel projiziert, die das gesamte Blickfeld des Betrachters ausfüllt. Das Museum Wilhelmsbau ist ein eigenständiges „Museum im Museum“ in dem u.a. mechanische Musikinstrumente, Moden des 18. und 19. Jahrhunderts und Künstlerpuppen sowie historische Waffen und Uniformen gezeigt werden.

Den vorläufigen Höhepunkt der Museumsgeschichte markiert der Erwerb eines russischen BURAN Raumgleiters, das Gegenstück zum amerikanischen Space Shuttle. Der Transport des russischen Shuttles im Frühjahr 2008 von Bahrain über das offene Meer nach Rotterdam und von dort auf einem Ponton rheinaufwärts nach Speyer war ein Medienereignis ersten Ranges. Um das Shuttle den Museumsbesuchern angemessen präsentieren zu können, wurde auf dem Museumsgelände in Speyer eigens eine neue Halle errichtet. Das Gebäude hat eine Länge von 85 Metern, eine Breite von 75 Metern und eine Höhe von bis zu 22 Metern. Die Gesamtausstellungsfläche auf drei Ebenen beträgt ca. 9.000 qm. Außerhalb von Russland und Amerika ist die BURAN in Speyer der einzige Raumgleiter, der in einem Museum besichtigt werden kann.

Anfahrt mit dem Auto:
Das TECHNIK MUSEUM SPEYER ist über die Autobahn A61 (Koblenz-Speyer) leicht zu erreichen. Von den Autobahnausfahrten „Speyer“ sowie „Speyer/Hockenheim“ folgen Sie bitte der Beschilderung Richtung Speyer, bzw. „Museum“ direkt auf unseren großen PKW- und Busparkplatz.

Bahn / Öffentliche Verkehrsmittel
Der Fahrplan-Assistent der Deutschen Bahn hilft Ihnen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Technik MUSEUM SPEYER zu planen.

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