UNESCO-Welterbe Aachener Dom

Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen – weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf!

Kaiser Karl der Große machte Aachen um 800 zum Mittelpunkt seines europäischen Reiches. Hier wandelte er den väterlichen Königshof in eine Pfalz vom Range einer Reichsresidenz um. Unbestrittener Mittelpunkt: die Marienkirche (in anderem Zusammenhang auch Pfalzkapelle, Stiftskirche, Münster genannt), der heutige Aachener Dom. Aachen ist Ausgangspunkt neuer Staatsordnungen und Kirchenreformen, die für Jahrhunderte prägend blieben. Als Karl der Große 814 starb, wurde die Kirche der Pfalz seine Begräbnisstätte. 936 begann mit der Krönung Otto I. die 600-jährige glanzvolle Geschichte der Aachener Krönungen (bis 1531). Die hier aufbewahrten Reliquien – die vier großen Heiligtümer – ließen seit dem Mittelalter Aachen und den Aachener Dom zu einer der bedeutendsten Wallfahrtsstätten der Christenheit aufsteigen. Der Dom erhielt seine heutige Gestalt im Lauf von mehr als 1200 Jahren. Kaiser, Könige und Pilger stifteten die überaus reiche Ausstattung und andere Schätze. Das überragende Hauptwerk der karolingischen Architektur ist heute eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler von europäischem Rang und eines der besterhaltenen Baudenkmäler der Karolingerzeit.

Dom Aachen

Der Zentralbau Karls des Großen

Nur wenige Baudaten der Pfalzkapelle sind bekannt. In den Jahren 786/87 ermächtigt Papst Hadrian Karl den Großen, Marmor aus Italien nach Aachen zu überführen. 798 werden die kostbaren antiken Säulen in der Kirche aufgestellt. Die Überbringung von Reliquien 799/800 bekräftigt die Vollendung des Baues. Die Weihe durch Papst Leo III. im Jahre 805 ist freilich eine Legende. Der Bau Karls des Großen ist der Kern des heutigen Aachener Domes. Erhalten sind der Westbau mit der ursprünglich offenen Eingangshalle, der Kaiserloge im Obergeschoss und den beiden Wendeltreppentürmen sowie der gewaltige achteckige Kuppelbau mit seinem nach außen sechzehneckigen doppelgeschossigen Umgang. Nicht mehr erhalten sind das so genannte Paradies mit seinem Brunnen, dem Westbau vorgelagert, die beiden Anbauten auf der Nord- und Südseite und schließlich der östliche Anbau, der als Chorraum Platz für den Hauptaltar bot. Neben der Verwendung antiker Kostbarkeiten, zu denen die Säulen und die römische Bärin in der Vorhalle gehören, schufen karolingische Werkstätten auch eigene herausragende Kunstwerke, so die Bronzegitter der Empore und die Bronzetore der Haupt- und Nebeneingänge. Von dieser ersten Ausstattung haben sich bis heute mehr als zwanzig antike Säulen, acht Bronzegitter und vier Bronzetore erhalten, darunter die große Portaltür (Wolfstür) im Westbau der Kirche.

Führungen:

Wegen besonderer Anlässe (Sondergottesdienste, Konzerte etc.) können im Dom Führungen kurzfristig ausfallen oder sich zeitlich verschieben.

*** Treffpunkt für alle Führungen ist die neue DOMINFORMATION gegen über der Domschatzkammer.- Nicht der Dom! TICKETS auch nur dort! (Tours & Tickets= Dominformation)

*** Führungen im Dom und in der Domschatzkammer sind nur durch beauftragte Führerinnen und Führer des Domkapitels gestattet.

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